VPS-Partitionierung nach einem Storage-Upgrade

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VPS-Partitionierung nach einem Storage-Upgrade


Icons/System/eye-open Created with Sketch. 573 Ansichten 05.11.2025 Cloud / Virtual Private Server

Diese Übersetzung wurde durch unseren Partner SYSTRAN automatisch erstellt. In manchen Fällen können ungenaue Formulierungen verwendet worden sein, z.B. bei der Beschriftung von Schaltflächen oder technischen Details. Bitte ziehen Sie im Zweifelsfall die englische oder französische Fassung der Anleitung zu Rate. Möchten Sie mithelfen, diese Übersetzung zu verbessern? Dann nutzen Sie dazu bitte den Button "Beitragen" auf dieser Seite.

Ziel

Nach einem Upgrade der Storage-Kapazität Ihres VPS ist eine Neupartitionierung des Speicherplatzes erforderlich, um die gesamte Größe nutzen zu können. Im Folgenden wird die Vorgehensweise hierzu beschrieben.

Eine Neupartitionierung kann Ihre Daten dauerhaft beschädigen. OVHcloud übernimmt keine Haftung für Verlust oder Beschädigung Ihrer Daten. Vergessen Sie nicht, Ihre Daten zu sichern, bevor Sie die nächsten Schritte einleiten.

Voraussetzungen

  • Sie haben administrativen Zugriff auf Ihren VPS (für Windows-Systeme).
  • Der Server wurde im Rescue-Modus neu gestartet (nur für GNU/Linux-Systeme notwendig).

In der praktischen Anwendung

Nach einer Erweiterung von RAM oder Prozessor (vCores) werden diese Ressourcen Ihres VPS automatisch angepasst. Der verwendbare Speicherplatz hingegen wird bei einem Upgrade nicht automatisch vergrößert.

Diese Anleitung erklärt, wie Sie Ihren Speicherplatz nach einem Disk-Upgrade erweitern.

Linux

Sichern Ihrer Daten

Da eine Partitionierung zum Verlust von Daten führen kann, wird dringend empfohlen, vorab die Daten, die sich auf Ihrem VPS befinden, zu sichern.

Rescue-Modus aktivieren und Disk überprüfen

Wenn sich der VPS noch nicht im Rescue-Modus befindet, aktivieren Sie ihn mithilfe von unserer Anleitung.

Anschließend können Sie die verfügbaren Disks und ihre Größe mit diesem Befehl überprüfen:

lsblk

Die Partition für den Rescue-Modus (sda1 in diesem Beispiel) ist im Verzeichnis / gemountet, und die Disk des VPS (hier: sdb) sollte keinen Mountpunkt haben.

Beispiel:

NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 254:0 0 10G 0 disk
└─sda1 254:1 0 10G 0 part /
sdb 254:16 0 25G 0 disk
└─sdb1 254:17 0 25G 0 part

Wenn Ihr Ergebnis ähnlich aussieht wie die Ausgabe oben und die Spalte MOUNTPOINT in der entsprechenden Zeile leer ist, können Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Wenn Ihr Ergebnis jedoch zeigt, dass es einen Mountpunkt für die VPS-Partition gibt, muss sie zuerst ausgehängt werden (unmount).

Beispiel:

sdb 254:16 0 25G 0 disk
└─sdb1 254:17 0 25G 0 part /mnt/sdb1

Im obigen Beispiel ist die Partition sdb1 unter /mnt/ gemountet. Damit die Größe der Partition geändert werden kann, darf diese Partition nicht gemountet sein.

Um die Partition auszuhängen, verwenden Sie den folgenden Befehl:

umount /dev/partition_name

In dieser Beispielkonfiguration wäre der Befehl:

umount /dev/sdb1

Überprüfung des Dateisystems

Bevor Sie fortfahren sollte das Dateisystem auf mögliche Fehler in der Partition überprüft werden (filesystem check). Der Befehl lautet wie folgt:

e2fsck -yf /dev/sdb1
e2fsck 1.42.9 (4-Feb-2014)
Pass 1: Checking inodes, blocks, and sizes
Pass 2: Checking directory structure
Pass 3: Checking directory connectivity
Pass 4: Checking reference counts
Pass 5: Checking group summary information
/dev/sdb1: 37870/1310720 files (0.2% non-contiguous), 313949/5242462 blocks

Wenn Fehler festgestellt werden, sollten Sie in jedem Fall entsprechende Maßnahmen ergreifen. Im Folgenden finden Sie einige der häufigsten Fehler:

  • bad magic number in superblock: Fahren Sie nicht fort. Um dieses Problem zu beheben, befolgen Sie in der vorliegenden Anleitung die Anweisungen im Abschnitt “Wie wird der Fehler bad magic number in superblock behoben?”.

  • /dev/vdb1 has unsupported feature(s): metadata_csum gefolgt von e2fsck: Get a newer version of e2fsck!: Aktualisieren Sie e2fsck. Wenn die neueste Version nicht über apt (oder einen anderen Paketmanager) verfügbar ist, muss diese aus dem Quellcode kompiliert werden.

Die obenstehende Liste ist nicht vollständig.

Öffnen der Anwendung fdisk

Wenn die Überprüfung des Dateisystems fehlerfrei beendet wird, öffnen Sie die Anwendung fdisk. Hier müssen Sie den Namen der Disk und nicht den der Partition als Parameter angeben. Ist Ihre Partition zum Beispiel sdb1, lautet der Name der Disk /dev/sdb.

fdisk -u /dev/sdb

Diese Anwendung verfügt über mehrere Unterbefehle, die Sie mit dem Befehl m auflisten können.

Löschen der alten Partition

Es wird empfohlen, vor dem Löschen der vorherigen Partition die dem ersten Sektor entsprechende Zahl der Partition aufzubewahren. Diese Information erhalten Sie über den Befehl p. Sie steht unter dem Feld Start. Bewahren Sie diese Angabe für später auf.

Command (m for help): p

Disk /dev/sdb: 21.5 GB, 21474836480 bytes
54 heads, 49 sectors/track, 15851 cylinders, total 41943040 sectors
Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x000132ff

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sdb1 * *2048* 41941745 20969849 83 Linux

Ab diesem Punkt gibt es kein Zurück mehr, wenn Sie keine Datensicherung durchgeführt haben.

Löschen Sie anschließend die Partition mit dem Befehl d.

Command (m for help): d
Selected partition 1

Die einzige Partition wird automatisch gelöscht.

Erstellung einer neuen Partition

Jetzt muss über den Befehl n eine neue Partition erstellt werden. Die Verwendung von Standardwerten wird empfohlen.

Command (m for help): n
Partition type:
p primary (0 primary, 0 extended, 4 free)
e extended
Select (default p): p
Partition number (1-4, default 1): 1
First sector (2048-41943039, default 2048): 2048
Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (2048-41943039, default 41943039): 41943039

Vergewissern Sie sich, dass der Standardwert in der Zeile First sector mit dem Wert übereinstimmt, den Sie zuvor notiert haben. Stimmt er nicht überein, verwenden Sie den von Ihnen aufgeschriebenen Wert.

Wenn die folgende Meldung angezeigt wird:

Partition #1 contains a ext4 signature.

Do you want to remove the signature? [Y]es/[N]o:

Geben Sie n ein und fahren Sie fort.

Die Antwort y bewirkt, dass das vorhandene ext4-Dateisystem auf Partition 1 überschrieben und die darin enthaltenen Daten gelöscht werden.

Die Partition bootfähig machen

Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Partition bootfähig ist. Das ist über den Befehl a möglich.

Command (m for help): a

Partition number (1-4): 1

Speichern Sie Ihre Änderungen und verlassen Sie die Anwendung über den Befehl w:

Command (m for help): w

The partition table has been altered!

Calling ioctl() to re-read partition table.
Syncing disks.

Erweitern des Dateisystems auf der Partition

Die Partition wurde erweitert, das Dateisystem belegt allerdings immer noch so viel Platz wie zuvor. Geben Sie zum Erweitern den folgenden Befehl ein:

resize2fs /dev/sdb1
resize2fs 1.42.9 (4-Feb-2014)
Resizing the filesystem on /dev/sdb1 to 5242624 (4k) blocks.
The filesystem on /dev/sdb1 is now 5242624 blocks long.

Überprüfung der Ergebnisse

Um zu überprüfen, ob das Erweitern funktioniert hat, können Sie die neu erstellte Partition mounten und sich die Größe ansehen.

mount /dev/sdb1 /mnt
df -h
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1 991M 793M 132M 86% /
none 4.0K 0 4.0K 0% /sys/fs/cgroup
udev 1.9G 12K 1.9G 1% /dev
tmpfs 386M 360K 386M 1% /run
none 5.0M 0 5.0M 0% /run/lock
none 1.9G 0 1.9G 0% /run/shm
none 100M 0 100M 0% /run/user
/dev/sdb1 50G 842M 48G 2% /mnt

Die neue Größe der Partition finden Sie unter size.

Wie wird der Fehler bad magic number in superblock behoben?

Wenn nach Eingabe des Befehls e2fsck die Fehlermeldung bad magic number in superblock erscheint, müssen Sie mithilfe eines Backup-Superblocks das Dateisystem überprüfen und reparieren. Um die verfügbaren Backup-Superblöcke zu sehen, geben Sie folgenden Befehl ein:

dumpe2fs /dev/sdb1 | grep superblock
Primary superblock at 0, Group descriptors at 1-6
Backup superblock at 32768, Group descriptors at 32769-32774
Backup superblock at 98304, Group descriptors at 98305-98310
Backup superblock at 163840, Group descriptors at 163841-163846
Backup superblock at 229376, Group descriptors at 229377-229382
Backup superblock at 294912, Group descriptors at 294913-294918
Backup superblock at 819200, Group descriptors at 819201-819206
Backup superblock at 884736, Group descriptors at 884737-884742
Backup superblock at 1605632, Group descriptors at 1605633-1605638
Backup superblock at 2654208, Group descriptors at 2654209-2654214
Backup superblock at 4096000, Group descriptors at 4096001-4096006
Backup superblock at 7962624, Group descriptors at 7962625-7962630
Backup superblock at 11239424, Group descriptors at 11239425-11239430
Backup superblock at 20480000, Group descriptors at 20480001-20480006
Backup superblock at 23887872, Group descriptors at 23887873-23887878

Verwenden Sie zum Überprüfen und Reparieren des Dateisystems den ersten Backup-Superblock:

fsck -b 32768 /dev/sdb1

Windows

Zugang zu File and Storage Services

Sie finden diese im "Server Manager":

File and Storage Services

Volume anpassen

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf C: und wählen Sie Extend Volume....

Sie können dann die neue Größe angeben.

Set New Volume Size

Geben Sie die gewünschte Größe des Volumes ein und klicken Sie auf OK. Ihr Volume wird nun erweitert.

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