Sicherung Ihrer Datenbanken im Rescue-Modus
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Ziel
Der Rescue-Modus stellt einen permanenten Zugriff auf Ihre Daten bereit, auch wenn das Betriebssystem des Servers oder die darauf gehostete Software nicht mehr funktioniert.
Dieses Tutorial erklärt, wie Sie im Rescue-Modus auf Ihr Betriebssystem zugreifen um Datenbank-Dateien zu sichern.
Voraussetzungen
- Sie haben einen Dedicated Server, VPS oder eine Public Cloud Instanz in Ihrem Kunden-Account (ausgenommen Windows-Systeme).
- Sie haben Zugriff auf Ihr OVHcloud Kundencenter.
OVHcloud stellt Ihnen Dienstleistungen zur Verfügung, für deren Konfiguration und Verwaltung Sie die alleinige Verantwortung tragen. Es liegt somit bei Ihnen, sicherzustellen, dass diese ordnungsgemäß funktionieren.
Wir stellen Ihnen dieses Tutorial zur Verfügung, um Ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Verwaltungsaufgaben zu helfen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, einen spezialisierten Dienstleister zu kontaktieren oder Ihre Fragen an die OVHcloud Community zu richten, wenn Sie Schwierigkeiten oder Zweifel hinsichtlich der Verwaltung, Nutzung oder Implementierung der Dienste auf einem Server haben.
In der praktischen Anwendung
Ihren Server im Rescue-Modus neu starten
Folgen Sie der entsprechenden Anleitung, um Ihren OVHcloud Dienst in den Rescue-Modus zu versetzen:
Folgen Sie den Anweisungen in diesem Abschnitt für einen VPS oder eine Public Cloud Instanz. Gehen Sie direkt zum nachfolgenden Abschnitt für einen Dedicated Server.
Zugriff auf Ihre Daten mit einem VPS oder einer Public Cloud Instanz
Identifizieren Sie zuerst den Mountpunkt, der das / des Systems enthält.
Verwenden Sie hierzu die Befehle lsblk und fdisk -l.
- Beispielausgabe für lsblk:
- Beispielausgabe für fdisk -l:
Die folgenden Codeabschnitte dienen nur der Veranschaulichung und basieren auf der Beispielausgabe oben. Sie müssen die Anweisungen an Ihre eigene Konfiguration anpassen und die Werte mit Ihren tatsächlich vorhandenen Disk- und Volume-Bezeichnern ersetzen.
In diesem Beispiel ist die primäre Disk (10 GB) "sdb". Unsere Daten in / befinden sich also auf der Partition /dev/sdb1. (Wobei es sich bei "sda" um die Disk des Rescue-Modus handelt und bei "sda1" um die Rescue-Primärpartition, die auf / gemountet ist.)
Wir mounten die Systempartition in den Ordner /mnt und überprüfen dessen Inhalt:
Um im Rescue-Modus Dienste auf dem System zu starten müssen auch folgende Partitionen gemountet werden:
Fahren Sie fort mit der Wiederherstellung der Datenbank im Abschnitt weiter unten.
Zugriff auf Ihre Daten mit einem Dedicated Server (Software-RAID-Konfiguration)
Identifizieren Sie zuerst den Mountpunkt, der das / des Systems enthält.
Verwenden Sie hierzu die Befehle lsblk und fdisk -l.
Ausgabebeispiel:
Die folgenden Codeabschnitte dienen nur der Veranschaulichung und basieren auf der Beispielausgabe oben. Sie müssen die Anweisungen an Ihre eigene Konfiguration anpassen und die Werte mit Ihren tatsächlich vorhandenen Disk- und Volume-Bezeichnern ersetzen.
In diesem Beispiel befinden sich unsere Daten in / auf dem Volume /dev/md3.
Wir mounten die Systempartition in den Ordner /mnt und überprüfen dessen Inhalt:
Um im Rescue-Modus Dienste auf dem System zu starten müssen auch folgende Partitionen gemountet werden:
Abruf der Datenbanken
Alle notwendigen Partitionen wurden in den vorherigen Schritten gemountet. Um fortzufahren, müssen Befehle auf dem System selbst ausgeführt werden können. Verwenden Sie hierzu den Befehl chroot:
Ab jetzt werden alle Befehle, die Sie eingeben, direkt auf Ihrem System ausgeführt statt in der temporären Umgebung des Rescue-Modus.
Wir können nun den Dienst mysql starten:
Verwenden Sie den Befehl mysqldump, um die Datenbank als Datei zu speichern:
In diesem Fall ist root der mysql Benutzer, der sich in die Datenbank einloggt. Mit der Option -p können Sie das Passwort von root direkt eingeben und die abgerufene Datenbank hat den Namen scarif.
Die Datenbank-Datei wird dann im Verzeichnis /home unter dem Namen dump.sql abgelegt.
Sie haben auch die Möglichkeit, alle Datenbanken auf einmal zu sichern:
Die Anzeige des Inhalts von /home zeigt die beiden Datenbank-Dateien an, die mit den zuvor eingegebenen Befehlen erstellt wurden:
Bei korrupten Tabellen kann dieser Befehl zur Reparatur verwendet werden:
Vom Ordner /home aus können Sie nun Ihre Backup-Dateien an einen Remote-Server senden. In diesem Beispiel verwenden wir für den Dateitransfer das Tool scp:
Weiterführende Informationen
Für den Austausch mit unserer User Community gehen Sie auf https://community.ovh.com/en/.