Sicherung Ihrer Datenbanken im Rescue-Modus

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Sicherung Ihrer Datenbanken im Rescue-Modus


Icons/System/eye-open Created with Sketch. 336 Ansichten 13.04.2023 Cloud / Dedicated Server (Bare Metal)

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Ziel

Der Rescue-Modus stellt einen permanenten Zugriff auf Ihre Daten bereit, auch wenn das Betriebssystem des Servers oder die darauf gehostete Software nicht mehr funktioniert.

Dieses Tutorial erklärt, wie Sie im Rescue-Modus auf Ihr Betriebssystem zugreifen um Datenbank-Dateien zu sichern.

Voraussetzungen

OVHcloud stellt Ihnen Dienstleistungen zur Verfügung, für deren Konfiguration und Verwaltung Sie die alleinige Verantwortung tragen. Es liegt somit bei Ihnen, sicherzustellen, dass diese ordnungsgemäß funktionieren.

Wir stellen Ihnen dieses Tutorial zur Verfügung, um Ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Verwaltungsaufgaben zu helfen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, einen spezialisierten Dienstleister zu kontaktieren oder Ihre Fragen an die OVHcloud Community zu richten, wenn Sie Schwierigkeiten oder Zweifel hinsichtlich der Verwaltung, Nutzung oder Implementierung der Dienste auf einem Server haben.

In der praktischen Anwendung

Ihren Server im Rescue-Modus neu starten

Folgen Sie der entsprechenden Anleitung, um Ihren OVHcloud Dienst in den Rescue-Modus zu versetzen:

Folgen Sie den Anweisungen in diesem Abschnitt für einen VPS oder eine Public Cloud Instanz. Gehen Sie direkt zum nachfolgenden Abschnitt für einen Dedicated Server.

Zugriff auf Ihre Daten mit einem VPS oder einer Public Cloud Instanz

Identifizieren Sie zuerst den Mountpunkt, der das / des Systems enthält.

Verwenden Sie hierzu die Befehle lsblk und fdisk -l.

  • Beispielausgabe für lsblk:
NAME   MAJ:MIN RM  SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0  2.5G  0 disk
└─sda1   8:1    0  2.5G  0 part /
sdb      8:16   0   10G  0 disk
└─sdb1   8:17   0   10G  0 part
  • Beispielausgabe für fdisk -l:
Disk /dev/sdb: 10 GiB, 10737418240 bytes, 20971520 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0x961fcb1c

Device     Boot Start      End  Sectors Size Id Type
/dev/sdb1  *     2048 20971486 20969439  10G 83 Linux


Disk /dev/sda: 2.5 GiB, 2621440000 bytes, 5120000 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0xaf5119d2

Device     Boot Start     End Sectors  Size Id Type
/dev/sda1  *     2048 5117951 5115904  2.5G 83 Linux

Die folgenden Codeabschnitte dienen nur der Veranschaulichung und basieren auf der Beispielausgabe oben. Sie müssen die Anweisungen an Ihre eigene Konfiguration anpassen und die Werte mit Ihren tatsächlich vorhandenen Disk- und Volume-Bezeichnern ersetzen.

In diesem Beispiel ist die primäre Disk (10 GB) "sdb". Unsere Daten in / befinden sich also auf der Partition /dev/sdb1. (Wobei es sich bei "sda" um die Disk des Rescue-Modus handelt und bei "sda1" um die Rescue-Primärpartition, die auf / gemountet ist.)

Wir mounten die Systempartition in den Ordner /mnt und überprüfen dessen Inhalt:

root@rescue:~# mount /dev/sdb1 /mnt
root@rescue:~# ls /mnt
bin  boot  dev  etc  home  lib  lib64  media  mnt  opt  proc  root  run  sbin  srv  sys  tmp  usr  var
root@rescue:~#

Um im Rescue-Modus Dienste auf dem System zu starten müssen auch folgende Partitionen gemountet werden:

root@rescue:~# mount -o rbind /dev /mnt/dev
root@rescue:~# mount -t proc proc /mnt/proc
root@rescue:~# mount -t sysfs sys /mnt/sys

root@rescue:~# mount | grep /mnt
/dev/sdb1 on /mnt type ext4 (rw,relatime,data=ordered)
udev on /mnt/dev type devtmpfs (rw,nosuid,relatime,size=990236k,nr_inodes=247559,mode=755)
devpts on /mnt/dev/pts type devpts (rw,nosuid,noexec,relatime,gid=5,mode=620,ptmxmode=000)
tmpfs on /mnt/dev/shm type tmpfs (rw,nosuid,nodev)
hugetlbfs on /mnt/dev/hugepages type hugetlbfs (rw,relatime)
mqueue on /mnt/dev/mqueue type mqueue (rw,relatime)
proc on /mnt/proc type proc (rw,relatime)
sys on /mnt/sys type sysfs (rw,relatime)

Fahren Sie fort mit der Wiederherstellung der Datenbank im Abschnitt weiter unten.

Zugriff auf Ihre Daten mit einem Dedicated Server (Software-RAID-Konfiguration)

Identifizieren Sie zuerst den Mountpunkt, der das / des Systems enthält.

Verwenden Sie hierzu die Befehle lsblk und fdisk -l.

Ausgabebeispiel:

root@rescue:~# fdisk -l
Disk /dev/sda: 1.8 TiB, 2000398934016 bytes, 3907029168 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: 5E158D46-2A45-42C9-8089-697BE070F669

Device          Start        End    Sectors    Size Type
/dev/sda1          40       2048       2009 1004.5K BIOS boot
/dev/sda2        4096    1050623    1046528    511M Linux RAID
/dev/sda3     1050624   42008575   40957952   19.5G Linux RAID
/dev/sda4    42008576 3905972223 3863963648    1.8T Linux RAID
/dev/sda5  3905972224 3907018751    1046528    511M Linux swap

Disk /dev/sdb: 1.8 TiB, 2000398934016 bytes, 3907029168 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: 8039EE93-AB98-4EA1-B316-74EE89EF5EB6

Device          Start        End    Sectors    Size Type
/dev/sdb1          40       2048       2009 1004.5K BIOS boot
/dev/sdb2        4096    1050623    1046528    511M Linux RAID
/dev/sdb3     1050624   42008575   40957952   19.5G Linux RAID
/dev/sdb4    42008576 3905972223 3863963648    1.8T Linux RAID
/dev/sdb5  3905972224 3907018751    1046528    511M Linux swap

Disk /dev/md4: 1.8 TiB, 1978349322240 bytes, 3863963520 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk /dev/md3: 19.5 GiB, 20970405888 bytes, 40957824 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk /dev/md2: 511 MiB, 535756800 bytes, 1046400 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes

Die folgenden Codeabschnitte dienen nur der Veranschaulichung und basieren auf der Beispielausgabe oben. Sie müssen die Anweisungen an Ihre eigene Konfiguration anpassen und die Werte mit Ihren tatsächlich vorhandenen Disk- und Volume-Bezeichnern ersetzen.

In diesem Beispiel befinden sich unsere Daten in / auf dem Volume /dev/md3.

Wir mounten die Systempartition in den Ordner /mnt und überprüfen dessen Inhalt:

root@rescue:~# mount /dev/md3 /mnt
root@rescue:~# ls /mnt
bin  boot  dev  etc  home  lib  lib64  media  mnt  opt  proc  root  run  sbin  srv  sys  tmp  usr  var
root@rescue:~#

Um im Rescue-Modus Dienste auf dem System zu starten müssen auch folgende Partitionen gemountet werden:

root@rescue:~# mount -o rbind /dev /mnt/dev
root@rescue:~# mount -t proc proc /mnt/proc
root@rescue:~# mount -t sysfs sys /mnt/sys

root@rescue:~# mount | grep /mnt
/dev/md3 on /mnt type ext4 (rw,relatime,data=ordered)
devtmpfs on /mnt/dev type devtmpfs (rw,relatime,size=16412720k,nr_inodes=4103180,mode=755)
tmpfs on /mnt/dev/shm type tmpfs (rw,nosuid,nodev)
devpts on /mnt/dev/pts type devpts (rw,nosuid,noexec,relatime,gid=5,mode=620,ptmxmode=000)
hugetlbfs on /mnt/dev/hugepages type hugetlbfs (rw,relatime)
mqueue on /mnt/dev/mqueue type mqueue (rw,relatime)
proc on /mnt/proc type proc (rw,relatime)
sys on /mnt/sys type sysfs (rw,relatime)

Abruf der Datenbanken

Alle notwendigen Partitionen wurden in den vorherigen Schritten gemountet. Um fortzufahren, müssen Befehle auf dem System selbst ausgeführt werden können. Verwenden Sie hierzu den Befehl chroot:

root@rescue:~# chroot /mnt/
root@rescue:/#

Ab jetzt werden alle Befehle, die Sie eingeben, direkt auf Ihrem System ausgeführt statt in der temporären Umgebung des Rescue-Modus.

Wir können nun den Dienst mysql starten:

root@rescue:/# service mysql start
[ ok ] Starting MariaDB database server: mysqld ..
root@rescue:/#

Verwenden Sie den Befehl mysqldump, um die Datenbank als Datei zu speichern:

root@rescue:/# mysqldump -u root -p scarif > /home/dump.sql
Enter password:
root@rescue:/#

In diesem Fall ist root der mysql Benutzer, der sich in die Datenbank einloggt. Mit der Option -p können Sie das Passwort von root direkt eingeben und die abgerufene Datenbank hat den Namen scarif.

Die Datenbank-Datei wird dann im Verzeichnis /home unter dem Namen dump.sql abgelegt.

Sie haben auch die Möglichkeit, alle Datenbanken auf einmal zu sichern:

root@rescue:/# mysqldump -u root -p --all-databases > alldb.sql
Enter password:
root@rescue:/#

Die Anzeige des Inhalts von /home zeigt die beiden Datenbank-Dateien an, die mit den zuvor eingegebenen Befehlen erstellt wurden:

root@rescue:/# ls /home
alldb.sql  dump.sql

Bei korrupten Tabellen kann dieser Befehl zur Reparatur verwendet werden:

root@rescue:/# mysqlcheck -u root -p Password_Root_MySQL --auto-repair --optimize --all-databases

Vom Ordner /home aus können Sie nun Ihre Backup-Dateien an einen Remote-Server senden. In diesem Beispiel verwenden wir für den Dateitransfer das Tool scp:

root@rescue:/# scp -P SSH_Port_Number dump.sql user@IP_address:/home/backup

Weiterführende Informationen

Für den Austausch mit unserer User Community gehen Sie auf https://community.ovh.com/en/.

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